In der orthopädischen Schmerzbehandlung werden Stoßwellen analog zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt. Die Impulse setzen durchblutungs- und heilungsfördernde Stoffe frei. Bei der Kalkschulter werden die Kalkdepots nicht zertrümmert, sondern durch die freigesetzten Heilungsfaktoren aufgelöst.
Die Erfolgsrate liegt bei der Behandlung der schmerzhaften Kalkschulter, des Tennisellenbogens und des Fersensporns bei ca. 70–80 %. Bemerkenswert ist dies besonders, weil bei den meisten Patienten zuvor alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren und als Alternative nur noch eine Operation infrage kam.
Die Behandlung ist praktisch risikofrei. Lediglich bei Tumorerkrankungen, Gerinnungsstörungen, Schwangerschaft und bei Patienten mit Herzschrittmachern sollte sie nicht durchgeführt werden.
Behandlungsverlauf: In der Regel sind drei bis fünf ambulante Behandlungen erforderlich. Das betroffene Areal wird mit Ultraschall geortet, der Schallkopf genau eingestellt und das Gebiet mit Schallwellen behandelt. Eine Sitzung dauert ca. 15–20 Minuten, der Abstand zwischen den Behandlungen beträgt eine Woche.


